Liebe Gemeinde!

Wir sind eingeladen zum Leben, unser Gastgeber ist Gott, ja Gott – so haben wir es schon oft im Familiengottesdienst gesungen. Das Leben, verstanden als Einladung zu einem Fest. Besonders in den Sommer-monaten mit schönem Wetter, den Ferien- und Urlaubstagen, mit freier Zeit und nur wenigen Verpflichtungen fällt dieser Vergleich leicht.

Doch nun sind sie mit dem sich neigenden Sommer zurück, die Herausforderungen des Alltags und auch die damit verbundenen Sorgen und Ungewissheiten – nicht zuletzt auch mit Blick auf die Corona-Pandemie. Was wird uns die kommende Zeit bringen und abverlangen? Welchen Herausforderungen werden wir uns zu stellen haben? Wir wissen es nicht, aber wir sind eingeladen zum Leben, eingeladen zur Freude – aller anstehenden Schwierigkeiten und Nöte zum Trotz. Um das auch in den herausfordernden Lebenszeiten annehmen zu können, braucht es vielleicht einen Perspektivwechsel.

Die Sonnenblume steht für solch einen Perspektivwechsel. Im Erdboden verwurzelt, dreht sie ihre Blüte immer zur Sonne. Am Abend dreht sie sich so, dass sie am Morgen gleich die ersten Sonnenstrahlen auffangen kann. Manchmal verläuft unser Leben so, dass wir nur Schattenseiten sehen können. Dann spüren wir mehr die Dunkelheit als das Licht. Das belastet uns. Wo aber die Sonne in unser Gesicht scheint, da fallen die Schatten hinter uns. Da können wir das Licht sogar reflektieren, also zurückstrahlen. Es geht nicht darum, zu verdrängen, was das Leben schwer macht, sondern vielmehr zu entdecken, dass es nicht nur die Dunkelheit gibt.

Wir sind eingeladen zum Leben. Richten wir uns aus auf das, was unser Leben hell macht und erleuchtet, richten wir unser Leben aus auf die schönen Dinge, auf gottgeschenkte Freude und Gemeinschaft, unsere wunderbare Schöpfung, auf den uns zugewandten und uns liebenden Gott und sein an uns gerichtetes Wort!

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. (Phil. 4,4-7)

Mit den Worten des Apostel Paulus grüße ich Sie herzlich im Namen aller MitarbeiterInnen und KirchvorsteherInnen. S. Hlady, Gemeindepädagogin