Ewigkeitssonntag, 24. November, St. Nikolaikirche

Der letzte Sonntag des Kirchenjahres steht im Zeichen des Gedenkens. Indem wir ihre Namen aussprechen, erinnern wir uns besonders an Menschen, die im zurückliegenden Kirchenjahr verstorben sind. Sie haben zu uns gehört. Wir mussten sie hergeben. Vielleicht tun wir uns immer noch schwer, sie loszulassen. Vielleicht kam der Tod auch gnädig und als Erlöser.

Wir brauchen aber in der Trauer nicht stehen zu bleiben. Gott will uns trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Mit unserem Gedenken am Ewigkeitssonntag unterbrechen auch wir Lebenden unsere Zeit und tauchen ein in Gottes Ewigkeit. Sie sind herzlich eingeladen zu unseren Veranstaltungen:

9.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst mit der Kantorei

14.00 Uhr Posaunenblasen auf dem St. Nikolaifriedhof

16.00 Uhr In der Reihe „Dichtung und Musik“
„Time stands still“ – Musik und Gedanken über die Zeit

Die Zeit gilt uns als Inbegriff immerwährender Bewegung, ihr Stillstand lediglich als Illusion. Das perpetuum mobile jedoch, das nach dem Vorbild der ewig fortdauernden Himmelsmechanik die irdisch-physikalischen Gesetze überwinden soll, bleibt ein ebenso faszinierendes wie hoffnungsloses Unterfangen.

Die Illusion der permanenten musikalischen Bewegung erzeugte Johann S. Bach in zahlreichen seiner Werke durch den ständigen Fortgang der Harmonien.

Auch in der Literatur stellte man sich zu allen Zeiten Fragen nach dem Wesen der Zeit.

Lassen Sie sich inspirieren von Gedanken über die Zeit, dargeboten mit Werken von Bach, Dowland, Wackenroder, Proust u. a. (näheres unter www.silkestrauf.de).

Silke Strauf – Viola da gamba
Anke Krabbe – Rezitation