„Wechselnde Pfade, Schatten und Licht,
alles ist Gnade. Fürchte dich nicht.“

Mit diesem Segenslied aus dem Baltikum möchte ich Sie und Euch, liebe Gemeindeglieder aus St.-Nikolai-Thomas, herzlich grüßen.

Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen zu danken für alle Aufmerksamkeiten und Gebete, mit denen Sie meinen Heilungsprozess begleiten und mich auf dem Weg zur Genesung stärken. Wie habe ich mich gefreut über die wunderschöne Box mit Segenswünschen, die während des Gemeindefestes entstanden ist. Ihre Zeilen, liebevollen und offenen Worte berühren mich sehr. Aus ihnen schöpfe ich in manch schwerer Stunde Kraft und Zuversicht.

Danken möchte ich auch allen hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeitenden unserer Kirchgemeinde. Sie leisten Außerordentliches. Ich bin so froh, dass Sie mit viel Sachverstand und Liebe für unsere Gemeinde ihr Bestes geben. Das gilt besonders auch für den Kirchenvorstand, allen voran Werner Kühn, der als mein Stellvertreter jetzt besonders viel zu stemmen, zu bedenken und an Entscheidungen herbeizuführen hat. Und so danke ich allen KirchvorsteherInnen, die in ihrer Freizeit die Geschicke unserer Gemeinde lenken, ebenso Herrn Pfarrer Dziubek in seiner Vakanzvertretung.

Mit dem Dank verbinde ich die Bitte, dass Sie mich auch künftig mit Ihren guten Gedanken und Gebeten begleiten. Es liegt noch ein weiter Weg vor mir, an die Chemotherapie schließen sich noch weitere therapeutische Schritte an. Ich werde in diesem Jahr nicht mehr in den Dienst zurückkehren können. So danke ich Frau Klaus, die in ihrer vorausschauenden Art bis Silvester alle Gottesdienste bereits verteilen konnte.

Ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich jetzt viel Rückzug und Ruhe brauche, um durch diese herausfordernde Zeit zu gehen. Man sieht es mir äußerlich nicht unbedingt an, aber ich habe gerade nur begrenzt Kraft, auch für Gespräche. Seien Sie gewiss, ich fühle mich Ihnen verbunden und bete für das Wohl unserer Gemeinde im Vertrauen auf Gottes Gnade und Beistand.

Eure/Ihre Pfarrerin Astrid Kühme