Frederick – so heißt die Maus in dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker –wohnt mit seiner schwatzhaften Mäusefamilie an einer Steinmauer, nahe von Scheuer und Kornspeicher. Da es bald Winter wird, sammeln die Mäuse Körner, Nüsse, Weizen und Stroh. Alle Mäuse arbeiten Tag und Nacht. Alle – bis auf Frederick. „Frederick, warum arbeitest Du nicht?“ fragen sie. „Ich arbeite doch.“ antwortet Frederick, „Ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage.“ Ein halbes Jahr später sind die Vorräte aufgebraucht. Die Mäuse frieren zwischen den Steinen der alten Mauer, und keiner will mehr sprechen. Da fällt ihnen Frederick ein: „Frederick, was machen deine Vorräte?“ „Macht die Augen zu!“, sagt Frederick und klettert auf einen großen Stein. Er singt ihnen ein Lied. Es erzählt davon, wie man ein wenig füreinander sorgen kann, wie man das Leben wärmer und lichter macht. Also ein stückweit das tut, was Jesus gemacht hat.

 

Farbpigmente im Atelier von M. Podszun

Ich sammle Farben für den Winter
und mal‘ sie auf ein Blatt Papier.
Und wird die Welt eines Tages
grau und leer,
dann schenk‘ ich meine Farben her.

Ich sammle Licht für alle Blinden,
die die Schönheit dieser Welt
schon nicht mehr sehn.
Die gerade Wege gehen
ohne sich mal umzudrehn,
die immer nur im Schatten stehn.

 

Ich sammle Lieder für den Tauben,                                                                                                                                                                                                                                              
der nur noch seine eigne Stimme hört.                                                           
Der redet und nicht denkt
und das was man ihm schenkt
durch seine Worte nur zerstört.

Ich sammle Mut und Hoffnung für den Stummen,
der schweigt und nur das tut was man ihm sagt.
Der seine Wut verbirgt, aus Angst dass er verliert,
was ihm selber nie gehört.

Ich bin ein Kind, ich bin ein Sammler,
ich such‘ das Schöne dieser Welt.
Und wenn noch mehr Kinder mit mir sammeln geh’n,
dann bleibt uns’re Welt besteh’n.
(Liedtext von Role Kalkbrenner)

Eine farbenfrohe und gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen
Pfarrerin Astrid Kühme