Neue Perikopenordnung:
mehr Frauen, mehr Altes Testament

Am 1. Advent 2018 wird EKD-weit die neue „Ordnung gottesdienstliche Texte und Lieder“ in Kraft treten. In ihr ist geregelt, welche Texte aus der Bibel an einem bestimmten Sonn- oder Festtag im Gottesdienst gelesen werden und welche Texte Grundlage der Predigt sind. Außerdem sind jedem Sonn- und Festtag zwei Lieder zugeordnet, die in einem besonderen Zusammenhang mit den jeweiligen biblischen Texten stehen, ein Gebetspsalm sowie ein Bibelvers als geistliches Leitmotiv für die Woche (Wochenspruch).

Die neue Ordnung löst die „Ordnung der Lesungen und Predigttexte“ ab, die seit dem 1. Sonntag im Advent 1978 in Geltung war und anlässlich der Einführung der „Evangelischen Gottesdienstbuches“ 1999 wenige geringfügige Veränderungen erfahren hatte. Sie umfasst mehr alttestamentliche Texte als ihre Vorgängerin und bietet eine größere Vielfalt von biblischen Büchern und Themen. Neu ist auch, dass Psalmen als Predigttexte in die Perikopenordnung aufgenommen wurde. Außerdem sind mehr Texte aufgenommen worden, die die Rolle von Frauen in den biblischen Geschichten beleuchten.

Neue Gottesdienstordnungen sind für den Nikolaustag und den Martinstag vorgesehen, um „kirchliches Brauchtum“ stärker mit aufzunehmen. Außerdem gibt es neue Abläufe für Gottesdienste am 9. November und am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Freiheit, eigenständig zu fragen, was in den eigenen Gottesdiensten als Predigt und Lesung dran ist, bleibt erhalten.

 

Neues Ergänzungsheft zum Gesangbuch

In einem neuen blauen ergänzenden Liederheft sind die neuen Wochenlieder und Wochenpsalmen u. a. abgedruckt. Wir werden diese im Gottesdienst mit einem + vor der Nummer kennzeichnen.