Voller Dankbarkeit blicken wir zurück auf die Dienstzeit von Pfarrerin Astrid Kühme in unserer Kirchgemeinde:

Am 13. November 2005 wird eine junge Frau zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament und zur damit verbundenen Seelsorge in unserer Kirchgemeinde beauftragt. Gleichzeitig beginnt ihre Arbeit in der Polizeiseelsorge. Von Anfang an strebt sie danach, Bewährtes zu erhalten und doch fehlt es ihr nicht an Mut, Neues zu wagen. So organisiert sie einen Visionstag, um zusammen mit den Gemeindegliedern die Zukunft zu denken. Sichtbares Zeichen des Aufbruchs ist zunächst der große Umbau der Gemeinderäume. Daneben gründet sie den Arbeitskreis „Bewahrung historischer Grabstätten auf dem St. Nikolaifriedhof“ und wirbt erfolgreich ehrenamtliche Mitstreiter auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Die ersten Taufkurse für Erwachsene beginnen, seit 2007 finden Kunstausstellungen in den Kirchennebenräumen statt. Ab 2008 wird gemeinsam mit Ehrenamtlichen der Besuchsdienst aufgebaut. Nach der dreijährigen Entsendezeit wird sie 2009 einstimmig zur Pfarrstellen-inhaberin gewählt. Zwei große Jubiläen fallen in ihre Amtszeit: zum 100jährigen Jubiläum der St. Thomasgemeinde können 2011 moderne, lichte Gemeinderäume eingeweiht werden. Unter ihrer Leitung wird 2015 das 200jährige Friedhofsjubiläum mit Führungen, Vorträgen und einem Konzert geplant und gefeiert. Daneben schaut sie auch über den Tellerrand, sucht und findet ein gutes Zusammenwirken mit den Nachbargemeinden (z.B. in der Konfirmandenarbeit) und 2015 organisiert sie Projekte für Geflüchtete. Dank ihrer Initiative können in unserer Gemeinde nun auch die Schulkinder am Abendmahl teilnehmen.

Sie wächst in ihrer Verantwortung als Pfarrerin, agiert mit Elan und Leidenschaft in dieser Position, fördert und fordert Mitarbeitende und Ehrenamtliche. In vielfältiger Weise setzt sie sich ein bei der Planung von Festen und Jubiläen, für die Gestaltung von lebendigen Gottesdiensten, bei der Leitung von Dienstbesprechungen und Arbeitskreisen. Und wie viele seelsorgerische Gespräche mag sie wohl geführt haben?

Der Berufsweg führt Pfarrerin Kühme nun in die Krankenhausseelsorge. Deshalb verabschieden wir uns dankbaren Herzens und wünschen ihr mit dem irischen Segenswunsch Gottes reichen Segen für ihren weiteren Weg.

Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen,
mögest du den Wind im Rücken haben,
und bis wir uns wiedersehn
möge Gott seine schützende Hand über Dir halten.

 

Der Gottesdienst zur Verabschiedung findet am Sonntag, dem 18. April, 14 Uhr in der St. Petrikirche auf dem Theaterplatz statt.